| Märzlehrgang 2012 |
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Wie jedes Jahr im März veranstaltete Jitoku-Do einen Lehrgang mit Frank Pelny (5.Dan DKV, 4.Dan Tesshinkan-Kobudo) bei uns in Halle. Und wie jedes Jahr versammelten sich bei strahlendem Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen zahlreiche Karate- und Kobudo-ka um am Samstag gemeinsam Karate und SaCO zu trainieren. Sonntag fand dann ebenfalls wie gewohnt das Kobudotraining statt und wurde durch die Tesshinkan-Kobudo-DM zusätzlich abgerundet. Am Samstag war der Hauptschwerpunkt für die Kyu-Gruppe die Drehung der Hüfte mit jeweils abgestimmten Übungen für den entsprechenden Kyu-Grad. In der ersten Gruppe (bis 7. Kyu) wurde die Drehung der Hüfte in Verbindung mit dem Mawashi-Geri geübt. Durch die Aufteilung des Mawashi-Geri in seine Einzelbewegungen wurden nicht zuletzt auch der Gleichgewichtssinn, der Tiefensinn und somit die Standfestigkeit auf die Probe gestellt. Ob und wie gut der Einsatz der Hüfte verstanden wurde, konnte innerhalb der darauf folgenden Kata-Einheit gezeigt werden. Gerade bei den Kombinationen von Block- und Kontertechnik ist die richtige Rotation der Hüfte unablässig. Zusätzlich bekamen die Karate-ka aus anderen Vereinen eine Kostprobe davon, dass man die Taikyoku Shodan nicht nur nach "Schema F" laufen sollte, sondern seinem Kopf (räumliches Vorstellungsvermögen, Gedächtnis) z.B. durch das seitenverkehrte Laufen der Kata auch noch mit trainieren kann. Für die „Großen“ bildete die Bassai-Dai den Kern der Trainingseinheiten. Im Kihon wurde auch hier die Drehung und der Einsatz der Hüfte in Verbindungen u.a. mit dem Yama-Zuki trainiert. Auch beim Bunkai wurden diese wichtigen Aspekte hervorragend umgesetzt. In der anschließenden SaCO-Einheit standen die Selbstverteidigungsmöglichkeiten gegen Belästigungen im Focus des Trainings. Methodisch-didaktisch und rechtlich (Verhältnismäßigkeit, Notwehr) sehr gut aufgearbeitet, wurde das Verhalten beim Haareziehen, Griffen und/oder Schlägen nachvollziehbar erarbeitet. Und auch hier war das Wissen um den korrekten Hüft- und Rumpfeinsatz nutzbringend. Alles in Allem also wieder ein total abgerundeter und sehr gut strukturierter Trainingstag, der auch durch sehr gute Prüfungen im Kyu-Bereich (2x9.Kyu, 1x8.Kyu) bestätigt wurde! Herzlichen Glückwunsch an die Prüflinge! Beim lehrgangstypischen Mondo am Abend und einem leckerem Essen, konnten dann noch sportliche und private Dinge gemütlich und freundschaftlich ausgetauscht werden! Am Sonntag trafen sich dann die Kobudo-Ka des Ryu Kyu Kobudo Tesshinkan. Nach einem kleinen Leader-Meeting für die Dan-Träger und Dojoleiter des einzelnen Vereine, startete man in die Bo-no-Kihon-Einheit. Im Nachgang wurde dann das neu erarbeitet Nunchaku- und Tekko-Uke-Kihon vorgestellt und trainiert. Hierbei werden in einer Partner-Kihon-Abfolge die wichtigsten Blocktechniken der jeweiligen Waffe geübt und vertieft. Nach weiteren gruppenspezifischen Trainingseinheiten für die Kyu- bzw. Dan-Grade (Tekko und Sai) stand dann noch die erste deutsche Tesshinkan-Meisterschaft auf dem Programm: Viktor heißt (der) SiegerManchmal passt es einfach – wie zum Beispiel der Name des Starters zur erreichten Platzierung. So war es zumindest am vergangenen Sonntag in Halle/Saale zur Deutschen Meisterschaft im Ryûkyû Kobudô Tesshinkan, was soviel wie Karate mit traditionellen Waffen bedeutet...
Der dort ansässige Karateverein JITOKU-DO HALLE richtete diesen Wettkampf im Anschluss an einen bundesweiten Lehrgang mit dem technischen Direktor des Ryûkyû Kobudô Tesshinkan Kyô Kai – Europa, Frank Pelny, aus. Als Kampfrichter fungierten: Frank Pelny, Sebastian Edelmann (3.Dan Tesshinkan, 4.Dan Karate DKV) und Wolfram Reichmuth (1.Dan Tesshinkan, 2.Dan Karate DKV). Dies war auch das allererste Turnier exklusiv für diese Stilrichtung. Ausgetragen wurden 3 verschiedene Disziplinen:In der Schülerklasse Kata (Formenlauf) konnte sich der Leipziger Marco Niemand vor unserem Nordhäuser Starter Tobias Völz den Sieg sichern. Den 3. Platz teilten sich Rene Hönig aus Jena und Marius Nolte aus Ilmenau. Überraschend stark landete die ebenfalls aus Nordhausen angereiste Gesine Hauschild auf dem fünften Platz. Im sehenswerten Team-Bo-Kumite (Kampfdemonstrationen mit dem Langstock) errangen Michael Klöppel und Marius Nolte vom Kobudo-Verein Ilmenau Gold vor Tobias Völz und Andre Krause vom Karate-Do-Kwai Nordhausen, die sich somit immerhin noch den Titel eines Deutschen Vizemeisters sichern konnten. Technisch am ausgereiftesten war natürlich die Meisterklasse. Hier wurden anspruchsvolle Katas für die Waffen Bo (Langstock), Tekko-Ersatz (Handschild) und Sai-Gabeln (Metall-Dreizack) gezeigt. Deutscher Meister wurde hier der bereits zu Beginn erwähnte Viktor Vollmer vor Hagen Walter, Andre Krause (alle drei aus Nordhausen) und Marcus Lauenstein, der für das Shotokan Dojo Leipzig e.V startete. Von allen Teilnehmern wurde die Hoffnung getragen, auf diese Weise den Bekanntheitsgrad der Kampfkunst Kobudô sowohl bei Aktiven als auch bei Zuschauern für die Zukunft zu steigern. *Wir freuen uns auf den nächsten Lehrgang!*
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