| Training & Trainingsteilnahme |
|
|
|
|
 Hallo liebe Jitoku-Ka, liebe Gäste und andere... Aus aktuellem Anlass muss ich mal etwas loswerden. Wir alle freuen uns sehr über Gäste in unserem Dojo, die ebenso wie wir das Karate lieben und versuchen auf ihrem persönlichen Do weiterzukommen!!! Leider ist es in letzter Zeit gehäuft so, dass Karate-Ka den Weg in unser Dojo finden, die sich wohl mit anderen messen wollen und nicht gerade einsichtig sind, wenn es um klärende Gespräche und Worte geht, die aufgetretene Fehler korrigieren oder erläutern sollen. Dojo-Kun: Hierbei handelt es sich um allgemeine und von Dojo zu Dojo individuell unterschiedliche Verhaltensweisen innerhalb des Dojos ("Ort des Weges" ) !!! 1. Suche nach der Perfektion deines Charakters * Jeder hat einen individuellen Charakter, ohne Frage, aber dennoch suchen wir alle noch, d.h. Fehler werden sicherlich auf dem Pfad der Suche gemacht. Manchmal biegt man eben falsch ab - das ist aber garnicht schlimm, solange man sich nicht verläuft und auf seinen Weg zurückkehrt und seinen Charakter erkründet und verstehen lernt! 2. Verteidige die Wege der Wahrheit * Man sollte immer offen über alles reden. Auch (vielleicht sogar besonders) über die Sachverhalte, die nicht so laufen wie gewünscht! Ich denke die schwerste Wahrheit, die man sich eingestehen muss, ist, dass man selbst auch Fehler macht! Denn wir sind alles Menschen und somit fehlbar ... ich denke es gibt niemanden der keine Fehler macht! 3. Pflege den Geist des Strebens * Den Geist des Strebens pflegen: ich denke dies steht für das ewige Fortschreiten. Es sollte keinen Stillstand geben, denn Stillstand ist der Tod. Man sollte sein Streben immer hinterfragen: tu ich das Richtige, kann ich mehr tun, wie kann ich besser werden, was kann ich dafür tun...? 4. Ehre die Prinzipien der Etikette * Generell gilt der Respekt von JEDEM für JEDEN!!! Ich denke nicht, das da zwischen Anfängern, Wegstreitern und "Meistern" unterschieden werden sollte. Alle sind gleich! Auch sollte man geduldig sein - sich nicht selbst überschätzen (Übermut tut selten gut)! Auch Demut gehört für mich dazu, genauso wie die Bescheidenheit - in einem Dojo ist kein Platz für "Prahler" oder "große Krieger/Kämpfer"! 5. Verzichte auf Gewalt * Eines der wichtigsten und schwersten Regeln. Schwer, weil wir nunmal einen Kampfsport bzw. Kampfkunst betreiben und man an der ein oder anderen Stelle immer an einen Punkt der körperlichen (Kampfsituationen, Kraftkreise u.a.) oder psychischen Gewalt (Kampfkreise = Stress, der innere "Schweinehund"/Schatten über den man manchmal springen muss) kommt! Ich denke, dass dies Erfahrungen sind, die man machen muss. ABER man sollte keinem gewalttätig gegenüber treten! Nun zu meinen einleitenden Worten: Wer zu uns zum Training kommt, sollte sich zunächst selbst gut einschätzen können! Überschätzung ist der falsche Weg: ein Fortgeschrittenen Training wird bei uns nicht an irgendwelchen Gürtelfarben fest gemacht! Ein Blau- oder Braungurt muss nicht gleich ein Fortgeschrittener im Karate sein! Wenn man dann dennoch zum Training kommt, so sollte man sich auch an die Etikette halten. Somit an den Gruss zum Dojo sowie den beteiligten Personen und ganz speziell dem Partner: was man respektvoll angrüßt, grüßt man auch wieder ab! Leider verkommt eine solche Verbeugung mehr und mehr zu einer allgemeinen Floskel im Kampfsport! Wenn ich Dinge beschädige oder verschmutze, dann sollte ich persönlich auch dafür gerade stehen und nicht vor Wut (vielleicht auch über meine eigenen Fehler) alles von mir werfen oder liegen lassen! Ich möchte nicht nochmal "meinen Leuten" zumuten einen stark verschmutzten Sanitärbereich/ Umkleide sauber machen zu müssen! Soetwas beschämt mich! Auch wer seine Gefühle innerhalb des Trainings nicht unter Kontrolle hat, sollte bedenken, das "Schaden durch Unachtsamkeit" entsteht!!! Aufgabe der eignen körperlichen Sicherheit (Deckung) nur um den Partner zu zeigen, dass man ein "Kämpfer" ist - ist selten ein kluger Weg! Denn so wie man in einen Wald hineinruft, so schallt es heraus! Thema Selbstüberschätzung: wenn ich bestimmte Techniken nicht beherrsche, so sollte ich sie innerhalb eines Kampfes nicht anwenden (!!!) - es könnte zu Verletzungen führen, genauso wie das in einen Gegner hineinstürmen ohne Selbstschutz!!! LEIDER sehen es die Beteiligten selten ein, dass sie Fehler machen und dadurch Schaden entsteht. Desweiteren sollte man die Verhaltensweisen/Regeln eines Kampfes nicht nur kennen und daherreden, sondern auch so handeln!!! Ein Schwarzgurt ist kein Puffer/Polster für persönlichen Frust! Er kann mir auf meinem Weg helfen, da er zumeist mehr Erfahrung hat, ABER er muss nicht unsaubere unkontrollierte Techniken einstecken, nur weil der Gegenüber nicht mit sich im reinen ist, sich benachteiligt fühlt oder sich über seine zu starken Emotionen ärgert! Schläge und Tritte in die Genitalen, vor Kniegelenke oder ins Gesicht spürt ein "Schwarzgurt" genauso wie jeder andere! Er ist kein Pratzenersatz oder Kampfpuppe, an der man sich ausprobieren kann... Leider verließen in letzter Zeit die Betroffenen immer wieder wütend, einfach so die Situation und das Dojo - ich weiß, dass Frust zu solchen Umständen führt, ich kann mir vorstellen, dass man sich selbst über seine Fehler nicht im klaren ist und könnte mir denken, dass man eine solche Negativerfahrung auch gern mit anderen teilen will...nur ist das die Etikette? Ist das der richtige Weg des Strebens? Bleibt man dabei wirklich bei der Wahrheit? Führt dies zur Perfektion des Charakters???  Allgemeine Hinweise: Ein Karate-Fortgeschrittener wird bei uns nicht an einer "Gürtelfarbe" oder einem Kyu-/Dan-Grad festgemacht!!! Randori = "Spiel", ausprobieren, testen, miteinander bewegen (Schläge, Stöße, Tritte, Würfe...) * trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und dem Bemühen aller Beteiligter: wir üben einen Kampfsport/Kampfkunst aus - die Teilnahme am Training erfolg auf EIGENE Gefahr!!!
|


