Projekt 2010 PDF Drucken E-Mail

Wochenenden voller Energie

Die Projektwochenenden im Jahr 2010, dem europäischen Jahr zur Bekämpfung sozialer Ausgrenzung und Armut, steckten voller Emotionen, voller Teamgeist und einer Menge „kosmischer Energie“!

Anfang Juni stand das mittlerweile 8. 12-Stunden-Training unter dem Thema: „Gemeinsam weiter“ und genauso wurde es zelebriert. Nach dem gemeinsamen Erwachen mit Atem- und Bewegungsübungen aus dem Gi-Gong, stand vor allem das gemeinsame miteinander und weiterkommen im Mittelpunkt. Wie kann ich aus Fehlern lernen, wie geht man mit stressbedingter Überforderung um, wie fühlen sich vielleicht Menschen mit Behinderung im Sport und wie kommt man gemeinsam zum Sieg? Gepaart mit interessanten Einblicken in das Shito-Ryu oder Gemeinsamkeiten zwischen Karate und dem „Strategiespiel“ GO und fernöstlicher Philosophie, fand der trainingsintensive Tag seinen Ausklang in einem netten Abendessen und Gesprächen am Grill.

Bereits 2 Wochen später reisten die Jitoku-Ka zum 18. Gasshuku-Do nach Kelbra um dort ihre Erfahrungen aus dem Teambuilding zu vertiefen. Zeltlager, Grillen, Training, gemeinsamer Wettkampf und natürlich das gemeinsame Feuermachen erfreuten sich wachsender Begeisterung. Vielen lieben Dank an die tatkräftige Unterstützung durch den „Verein junger Brandstifter“ mit ihrem Präsidenten M. „the god“ Kampa! Besonders beim alljährlichen Spaßwettkampf am Fuße des Kyffhäusers konnten die Jitoku-Ka wie in den letzten Jahren besonders überzeugen. Auf Grund eines Mitgliedermangels wurde neben dem „Team 1“ des Jitoku-Do noch ein sportbegeistertes „Team 2“ mit Karate-Ka eines befreundeten Verein (KDK Nordhausen) ins Leben gerufen – länderübergreifende Vereinsarbeit! Das Mixed-Team erreichte beim „2. HI-PA-DO“ (Hindernisparcours mit 8 Stationen) einen beachtlichen 2. Platz, doch auf Platz 1 und im wahrsten Sinne des Wortes an der einsamen Spitze mit einem vielminütigem Vorsprung war das „A-Kader-Team“ des Jitoku-Do!

Mitte August hieß es dann: „Auf nach Naumburg“! Am Ufer der Saale und unterhalb der Weinberge des Unstruttals fanden sich die Jitoku-Ka in einem wahren Zentrum kosmischer und geradezu überirdischer Energie: „Kiki, Ki … kommt aus dem Chinesischen und heißt eigentlich Chi, doch wir in Europa sagen Ki – die Energie! Ja ja, so ist es schön, ja, wunderbar ....“! Somit konnte nichts schief gehen und energiegeladen in das Wochenende gestartet werden. Lagerfeuer, leckere Grillabende, aufschlussreiche Spielabende und natürlich die typischen sportlichen Aktivitäten machten dieses Wochenende einfach unvergesslich. Mit unserem Stammguide Dennis ging es diesmal per Fahrrad zunächst zum Geo-Caching in die Freyburger Gegend um die Historie und die Kultur dieses geschichtsträchtigen Ortes in Mitteldeutschland zu entdecken und zu erleben. Fahrradfahrend, laufend, das Fahrrad tragend („wie vertrauen blind auf die Technik und das NAVI sagt, wir müssen da hoch!“) und per Schlauchboot wurde dieser Tag freudbetont absolviert. Am Sonntag und nach einem netten Lagerfeuerabend sowie einem durch Sonnenenergie gefluteten Frühstück ging es dann zum Paintball. Hier wurden dann Teams zusammen gestellt, die einen „Schatz“ bergen mussten und die Kontrahenten, die den Schatz der Allgemeinheit vorenthalten wollten, farblich markiert und somit entlarvt wurden.

In der Osterburger Landessportschule (01.-03.10.2010) fanden dann die sozialen Projektunternehmungen beim integrativen Lehrgang „Shotokan meets Goju-Ryu“ vorerst ihren Höhepunkt. Da es für die Meisten schon die dritte gemeinsame Veranstaltung war und man sich auch schon von dem einen oder anderen Benefiz Sparring kannte, kam man auch schnell in erfrischende Gespräche. Den folgenden Tag erlebte man wie das „Rollen eines Rades“, eine Aktivität folgte der Anderen – Frühsport (Laufen mit Krafttraining), Frühstück, Training (Shotokan: Varianten des Gyaku-Zuki im WK-Kumite), Mittag, Ballsport (Fußball), Training (Goju-Ryu: Hebel- und Gelenktechniken), Schwimmhalle (Staffelspiele und Spaß), Abendbrot, Ballsporthalle (Fußballtennis, Fuß- und Basketball), Tischkicker, Kartenspiel, Sauna und ab ins Bett! Der nächste Tag gestaltete sich ähnlich und im gemeinsamen Training wurden Bodentechniken des MMA (Mixed Material Arts) geübt und vertieft. Klingt sicher stressig, war aber trotzdem wunderbar Erfüllend und am Ende war es so schnell vorüber, dass man schweren Herzens den Heimweg antrat. Das Feedback war überwältigend positiv und wir werden von den Erinnerungen bis zum nächsten Jahr zehren können!