| Märzlehrgang 2011 |
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Wer schon immer einmal wissen wollten wie viele Karateka es braucht, um in 1 1/2 Stunden die kompletten Fenster eines Dojos beschlagen zu lassen, bekam die Antwort bei dem alljährlichen Frühjahrslehrgang mit Frank Pelny (5. Dan Karate). Insgesamt 23 Interessierte füllten die Halle zu den Fortgeschrittenen Trainingseinheiten. Dabei war der Schwerpunkt dieser Kihoneinheit der korrekte Einsatz der Hüfte in Kombination mit verschiedenen Oi- und Gyakutechniken in Verbindung mit diversen Drehungen. Die Kombinationen mit Sanbon-Zuki, Mawashi-Geri, Ura-Mawashi-Geri, Uraken-Uchi und Gyaku-Zuki in Verknüpfung mit spezifischen Wendungen brachten dann wirklich alle zum schwitzen. Das beim Karate aber nicht nur die Muskel arbeiten müssen, sondern auch der Geist, konnte man feststellen, als über die „Quadratur des Kreises“ philosophiert wurde. Denn letztlich steckt in jeder geraden Bewegung auch eine Drehung, wie uns sehr schön demonstriert wurde. Die Kata Tekki-Nidan war der Schwerpunkt der zweiten Einheit für die „Großen“. Durch das sehr interessante Bunkai, wurde allen schnell bewusst, dass gerade kurze Distanzen bei einer möglichen Anwendung der Kata eine große Rolle spielen können und man seine Techniken dementsprechend anpassen muss. Für unsere Anfänger gab es fast ein Einzeltraining. Insgesamt stellten sich 5 Schüler dem Training, in dem es hauptsächlich um die richtige Ausführung des Kokutsu-Dachi in Kombination mit Blocktechniken ging. Dass diese Einheit nicht nur etwas für Anfänger war, wurde einem schnell klar. Selbst gestandene Braungurte hatten ab und an leichte Koordinationsschwierigkeiten als versucht werden sollte, die Kraft und den Impuls im richten Zeitpunkt an den Partner zu übertragen. Gerade dieses Verständnis ist enorm wichtig, wenn die eigene Technik auch eine Wirkung erzielen soll. Die Kombinationen der Blocktechniken, in Verbindung mit der Kraftübertragung wurden im Bunkai der Heian-Nidan geübt, die dann auch Schwerpunkt der Kata-Einheit für die Anfänger war. Hier sollte der Karateka lernen, dass man keine Energie verschenken soll. „Wenn man sich einmal bewegt, dass soll es auch was bringen!“ war der Slogan dieser Einheit. Das Motto für die letzte Einheit des Tages (SaCO) waren Befreiungstechniken aus den unterschiedlichsten Umklammerungsmöglichkeiten, teilweise mit leicht unkonventionellen Methoden, wobei aber schließlich nur der Erfolg das Entscheidende ist. Positive Erfolge erzielten auch unsere zwei Prüflinge, die sich zum 9. bzw. 7. Kyu prüfen ließen. Beide haben die Prüfung mit gutem Ergebnis bestanden und sind weiter dabei beständig ihren Weg des Karate-Do zu beschreiten. Am Sonntag hieß es dann „Knüppel aus dem Sack“. Auch im Kobudo, stand der korrekte Hüfteinsatz zur Unterstützung der jeweiligen Technik im Mittelpunkt der Einheiten. Nach koordinativen Übungen mit dem Langstock (Bo) zur Erwärmung, wurde vor allem der Stoß mit dem Bo geübt. In den darauffolgenden Trainingseinheiten wurde dann nach Leistungsstufen differenziert und so konnte spezifisch auf wichtige Aspekte der Sakugawa-no-kun-sho bzw. Shushi-no-kun-dai eingegangen werden. Auch bei der Trennung der Teilnehmer in eine Sai- und eine Tunfa-Gruppe, kam jeder individuell auf seine Kosten! Dieses angeeignete Wissen konnte dann im Nachgang, gepaart mit Kampfgeist und Siegeswillen, beim Tesshinkan-Cup demonstriert werden. Bei diesem Wettkampf, speziell für Kyu-Grade, konnte vor allem die Gruppierung aus Jena überzeugen. Alle zeigten gute Leistungen und waren stolz ihre Fortschritte zeigen zu können. Auch ein Prüfling zum 1. Kyu konnte sein Fortkommen im Kobudo unter den strengen Augen der Prüfer demonstrieren und gehört nun zu Recht zu den Dan-Anwärtern im Ryu-Kyu-Kobudo-Tesshinkan! Es bleibt also nur noch zu bemerken, dass es ein sehr gelungener Lehrgang war und sich bestimmt der eine oder andere schon jetzt auf den Lehrgang im Herbst freuen wird.
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