12-Stunden-Training 2011 PDF Drucken E-Mail

Am 04.06.2011 fand, bei strahlend schönem Sonnenschein und gefühlten 30°C im Schatten, das mittlerweile 9. 12h Training statt. Auch dieses Jahr waren die Themen an das Motto des europäischen Jahres („Freiwilligentätigkeit und Ehrenamts“) geknüpft und jeder, der eine oder auch mehrere Einheiten übernommen hat, konnte vermitteln was er oder sie sich unter „sich bewegen - mehr als nur Ortsveränderung“ vorgestellt hat.

Angefangen haben wir mit lustigen Koordinationsspielchen, die sich teilweise als gar nicht so einfach herausstellten. Wer versucht schon normalerweise eine Decke zu wenden auf der 7 Personen stehen, die nicht den Boden berühren dürfen?! Die nächsten Einheiten umfassten einen Einblick in die Kampfsportarten Capoeira und Boxen. Gerade beim Capoeira musste man sich an, für Karateka, sehr untypische Bewegungen gewöhnen und dabei dann auch noch Rhythmusgefühl zeigen. Spaß wird das aber wohl jedem gemacht haben. Ein kleiner Abstecher wurde auch in die „Goju-Ryu-Welt“ gemacht, in der wir die Kata Seienchin im Ablauf und Bunkai erörterten. Nach einem Kraftkreis und einer sehr lehrreichen Erfahrung, was man alles mit einer Bank machen kann, ging es dann in der brütenden Nachmittagshitze zu einem ca. 40minütigen Orientierungslauf in die Saalestadt. Zum Glück haben die meisten von uns ein Jitoku-T-Shirt getragen, so dass die beobachtende Bevölkerung auch wusste, wer hier so wahnsinnig ist und bei solchen Temperaturen lieber durch die Stadt läuft anstatt am See zu liegen oder sich gemütlich mit einem Eis in den Park zu setzen. Bisweilen mag sich das auch der eine oder andere Teilnehmer gefragt haben, aber es haben alle weiter gekämpft.

Danach ging es dann mit einer anstrengenden Trainingseinheit weiter, denn „LeidenSchaftSelbstVertrauen“! Diese Einheit sollte unter anderem von Basti durchgeführt werden, der aber leider in der Nacht vor dem Training an einer heftigen Magen-Darm-Infektion erkrankte und somit leider nicht teilnehmen konnte, aber dennoch, wenn auch nur 4h, anwesend war. Matze hat ihn dafür vertreten und hat die Einheiten wirklich sehr gut gemeistert, obwohl er quasi keine Vorbereitungszeit hatte, aber mit der Stundenvorbereitungen von Basti, kleineren Erläuterungen und seiner Erfahrung konnte er das kompensieren. Er hat uns angespornt über unsere Grenzen zu gehen, sei es bei den 2-Minuten-Liegestützen oder beim über die Sprungmatte klettern. Jeder hat versucht sein Bestes zu geben und dann wahrscheinlich gestaunt, wozu der eigene Körper in der Lage ist, wenn er sich denn dann auch „SINNvoll bewegen“ darf! In dieser Einheit wurde der Einfluss der Körpersinne auf die Bewegung sowie die Beeinflussung von Bewegungen auf die Sinne in den Blickpunkt gestellt. Die Quintessenz von Jürgens zweiter Einheit war, dass das Wichtigste beim Bodenturnen das Lächeln ist – wer kennt das nicht? Interessant hier waren auch die einzelnen Choreografien, die sich die jeweiligen Gruppen ausgedacht haben, bei der die Techniken angewendet werden sollten, die uns Jürgen zuvor gezeigt hat, wenn man Matze beim „Pferdchensprung“ beobachtet hat, geht das mit dem Lächeln auch von ganz alleine =)!

Da die Prüfungseinheit leider ausfiel, wurde die Zeit mit einem kleinen Fußballtunier gefüllt. Hier holte sich Team "Matze" den wohlverdienten ersten Platz.

Die letzte Einheit beschäftigte sich weniger mit der körperlichen, sondern mehr mit der geistigen Bewegung. Nach einer kurzen Geschichte über vegetarische Katzen, erhielten die 16 Teilnehmer eine kleine Einweisung in das ZaZen und versuchten dann bei der ca. 20minütigen Sitzmeditation den Gedanken freien Lauf zu lassen und den Adrenalinpegel wieder auf ein normales Maß zu bringen.

Vollendet wurde der Tag mit einem wirklich sehr gutem Essen in dem Restaurant von Tamims Vater, der so freundlich war uns ein leckeres Buffet zusammenzustellen (die Vegetarier durften á la card bestellen) und uns zum Schluss noch einen typischen Anisschnaps ausgab - lecker.

Lässt sich nur noch sagen, dass es ein wirklich gelungener Trainingstag war. Alle haben mitgemacht und durchgehalten. Auch unsere Gäste vom Ausbildungszentrum für Gesundheitsfachberufe haben alle Einheiten mit vollem Einsatz durchgezogen – Respekt! Mal schauen was das nächste 12h-Training bringt, immerhin das 10.!

Ich bin auf jeden Fall gespannt – eure Claudia!