| Projekt 2011 |
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Zehn kleine Jitoku-Ka, die wollten wandern gehen, am Ende sah man die bei Wind und Sturm auf der Teufelsmauer steh'n! Doch nun von Anfang an: Geplant war ein ereignisreiches Vereinswochenende in Blankenburg im Harz. Ein Teil unsere 10-köpfigen Gruppe war recht frühzeitig in der Jugendherberge und erkundete schon mal bei einer kleinen „Schatzsuche“ die nähere Umgebung um sich die Zeit bis zur Ankunft der restliche Gruppe zu vertreiben. Laut GPS waren es 200 m bis zum nächsten Cache - Luftlinie natürlich. Daher kletterten wir auch die gedachte Linie einfach nach oben auf die Teufelsmauer und fanden auch gleich den ersten Cache. Nachdem wir die wunderschöne Aussicht von den oberen Felsen genossen haben, ging es gleich weiter zum nächsten Cache, der zum Glück nur 500 m entfernt war. Während Carsta und ich damit beschäftigt waren zwischen den Steinen nach einer kleinen Filmdose zu suchen, übten die Jungs schon mal für unseren Kletterevent. Schade dass wir die Kamera nicht mit dabei hatten. Nach dem 3. Cache (übrigens ein sehr schöner „Lostplace“) und einer kurzen Wanderstrecke von 3 km ging es dann zu unseren Bungalows zurück um uns an das Abendbrot zu machen. Das Lagerfeuer wurde in der Feuerschale angezündet und daneben schön gegrillt. Kurz darauf stellte der Verein im Verein fest, dass die kleine Feuerschale definitiv zu klein für ein „Brandstiftervereinsfeuer“ war und so wurde kurzerhand die große „tragbare“ Feuerschale zum Grillplatz geholt um ein angemessenes Feuer zu machen. Zum Glück lag genügend Holz in der Nähe und wir konnten die sternenklare Nacht bei gemütlicher Wärme genießen. Die fernen Blitze am Rand des Horizonts trugen zur gemütlichen Stimmung bei. Nach einem lustigen Spielabend, kamen Jürgen, Rocket, Kiki und Matze noch auf den Gedanken einen Nachtcache zu suchen. Mit Taschenlampen ausgestattet ging es dann über Stock und Stein immer den Reflektoren folgend. Leider mussten die Vier aber später lernen, dass ein rotes Kreuz nicht für das Ziel steht, sondern für den falschen Weg. Somit war diese Schatzsuche leider erfolglos aber bestimmt nicht umsonst gewesen. Am nächsten Morgen wurden wir von starken Regenschauern geweckt und der Chef des Naturfreundehauses erklärte uns, dass wir bei so einem Wetter unmöglich klettern konnten – wir waren naturgemäß anderer Meinung ;). Da an diesem Tag eigentlich noch eine Wanderung zur Wendefurther Talsperre mit anschließendem Paddeln und Baden geplant war und da ein Besuch der Therme als Alternative abgelehnt wurde, machten wir uns bei recht durchwachsenem Wetter auf die ca. 8 km lange Wanderung (Luftlinie). Ganz zu Anfang stellten einige von uns fest, dass es wirklich schwierig ist, auf nassen Felsen zu klettern (aber dennoch machbar für einen Jitoku-Ka), konnten aber so noch die verregnete Aussicht auf Blankenburg „genießen“. Nachdem wir noch einen Cache gehoben hatten, folgten wir Matze, unserem Navigator, der uns anhand des GPS abseits der eingetragenen Wanderwege über Gräben und Felder durch die Berge führte. Da nach einer halben Stunde jeder klitschnasse Füße hatte, wurde die Stimmung durch einen Boomerangcontest (Gewinner: Basti) und einem kleinen Dammbau (Jitoku-Bach: 1:0) wieder aufgeheitert. Nach 12 km (man beachte die ursprüngliche Distanz!) und immer noch kalten und nassen Füßen erreichten wir die Talsperre und wärmten uns erst mal beim Mittagessen im „Fischerhaus“ auf. Es folgte eine kleine Runde mit einem Drachenboot auf dem Stausee bei dem ich auch mal an das Steuer durfte, meinem Namen da aber leider gar nicht gerecht wurde :-D – ich war wohl etwas abgeLENKt?! Auf das Baden hatte keiner von uns mehr Lust, trotzdem begegneten wir einigen sportbegeisterten Athleten, die sich an dem Wochenende den Harzer Triathlon vorgenommen hatten und dafür auch bei diesem Wetter durch den Stausee geschwommen sind. Dass wir einige dabei beim schummeln erwischt haben, sei nur nebenbei erwähnt. Auf dem kürzeren Rückweg kam dann doch noch ab und zu die Sonne raus und wir entschlossen uns noch mal auf die Teufelsmauer zu klettern um ein paar schöne Fotos zu machen. Für den Abend war dann wieder grillen angesagt und wir duften diesmal unser Lagerfeuer leider nur noch in der kleinen Feuerschale machen, nachdem uns am Morgen der Chef darauf hingewiesen hatte, dass die große Feuerschale wohl eigentlich fest installiert war und anderweitig gebraucht wurde. Wozu hat aber eine fest installierte Feuerschale 4 Griffe, die sich zum tragen derer eignen? Nun ja, auch die kleine Feuerschale hat ausgereicht um die Schuhe nach der Wanderung zu trocknen. Der darauf folgende Activitiyspieleabend brachte dann ganz ungeahnte Talente zum Vorschein. Matze scheint ein Meister im Zeichnen zu sein, oder Jürgen konnte seine Gedanken lesen, denn nur das Bild eines Regentropfens reichte aus um den gesuchten Begriff „Tropfsteinhöhle“ zu identifizieren. Und ich schwöre, hier hat keiner geschummelt. Leider funktionierte die Telepathie zwischen mir und Matze bei der Pantomime nicht so gut, sonst wäre ich gleich auf den Begriff der Herzdame gekommen. Marko erwies sich ebenfalls sehr ideenreich im Bereich der Pantomime. Das was für mich aussah wie ein Seepferdchen wurde aber leider nicht gesucht und ich weiß bis heute nicht, was er damit eigentlich darstellen wollte. Am Sonntagmorgen wurden wir auf dem Weg zum Frühstück von strahlendem Sonnenschein begleitet und waren froh, dass diesmal unserer Klettertour nix mehr im Weg stand. Am Kletterfelsen angekommen wurden wir von Thorsten und Romy in das Abseilen und Klettern an der Wand eingeführt. Für einige war es eine große Überwindung sich an der Mauer abzuseilen. Wenn man dann noch unter Höhenangst leidet, wird die ganze Sache nicht einfacher. Daher waren wir alle wirklich stolz auf Carsta (!), dass sie all ihren Mut zusammen genommen hat und diese Herausforderung mit Bravour meisterte. Im Anschluss ging es dann in einen stillgelegten Bergbautunnel um den nächsten Cache zu heben. Zum Glück hatten fast alle Taschenlampen mit dabei, denn nach ca. 20 m im Bielsteintunnel hätte man nix mehr gesehen und ein echtes Problem gehabt heil wieder aus dem Tunnel raus zukommen. Es war also richtig schön gruslig, gerade wenn man den Fußboden und die Wände ausleuchtet um den Cache zu finden und dann urplötzlich jemand vor einem steht. Am Ende war der Cache schnell gefunden und (fast) alle waren sich einig auch noch den nächsten Tunnel in der Umgebung zu besuchen. Diesen Cache fanden wir sogar ohne Zusatzbeschreibung. Um den Tag abzurunden, haben wir in einem kleinen Bergrestaurant die größten Hefeklöße der Welt gegessen und sind dann satt, zufrieden und total k.o. nach Hause gefahren (hier kann ich erst mal nur für mich sprechen, aber da sowohl Kiki als auch Tamim auf dem Weg heim eingeschlafen sind, ging es wohl nicht nur mir so ;-)). Fazit: Es war ein wirklich schönes Wochenende, auch wenn das Wetter leider am Samstag nicht mitgespielt hat, aber wir haben uns davon nicht unterkriegen lassen und eine sehr schöne und ereignisreiche Zeit miteinander verbracht. Es wurde viel gelacht, viel geklettert, viel gespielt und viel gegessen und jeder der nicht mit dabei war hat definitiv was verpasst und kommt hoffentlich das nächste Mal dafür mit. Osterburg steht ja schon vor der Tür. Eure Claudi P.S.: Jeder der mit dem Begriff Cache nichts anfangen kann, sei die Seite geocaching.com ans Herz gelegt.
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