Osterburg 2011 PDF Drucken E-Mail

Und wieder einmal war es soweit. Das Osterburg Wochenende stand vor der Tür und alle 13 Teilnehmer werden sich sicherlich richtig darauf gefreut haben.

Wir starteten bei strahlendem Sonnenschein und kalten Temperaturen in Richtung Landessportschule. Die Aussicht auf ein leckeres Abendbrot war wohl ausschlaggebend dafür, dass das Auto von Ulschan mit ihren Mitfahrern Rocket und Kiki sogar schneller war als das von Matze, welcher mit Basti und mir (Claudi) fuhr. Als wir angekommen waren, saßen die drei schon beim Essen und wir hatten die Befürchtung, dass das Essen nicht mehr für alle Nachzügler reichen würde J Glücklicherweise war das Team von der Einrichtung wohl darauf vorbereitet.

Gleich nach dem Abendbrot ging es dann zur ersten Spieleinheit und danach zum Gerätturnen sowie Krafttraining. Ganz getreu nach Matze’s Motto : „sinnlos hardcore“ verbrachten wir gefühlte drei Stunden mit Liegestützen, Hochstrecksprüngen, Sit ups und weiteren doch sehr anstrengenden Übungen. Zwischendurch versuchten wir uns auch am Trampolinspringen, wobei die Aufgabe darin bestand vom Trampolin an die davor hängenden Ringe zu springen und sich dann an das Reck zu schwingen. Man glaubt gar nicht, was es einen an Überwindung kostet von einem Trampolin nach vorne zu springen. Gekrönt wurde die Einheit von einer Übung am Reck, an dem jeder 15 Klimmzüge machen sollte. Das auch Basti und Matze sehr mit sich kämpfen mussten, machte die Sache nicht einfacher, aber jeder hat seine 15 Klimmzüge geschafft (danke nochmal an Basti für die Unterstützung ;-)). In der Zwischenzeit ist auch der restliche Großteil eingetroffen und wir haben uns alle zusammen in den Fuchsbau gesetzt um bei einem gemütlichen Glas Bier oder Saft eine Runde „ein solches Ding“ zu spielen. Dabei ging es doch recht heiß her, weil Team Rocket und Jürgen versuchte uns klar zu machen, dass eine Brieftaube doch tatsächlich in der Lage ist einen Ring, ein Diadem und ein Zepter zu transportieren. Aber am Ende entscheidet halt doch dir Mehrheit ;-)

Am nächsten Morgen ging es nach einem herrlichen Sonnenaufgang zum Frühstück und dann zur ersten Karateeinheit des Wochenendes. Der Schwerpunkt bezog sich diesmal auf den korrekten Einsatz der Hüfte und dem Druck aus dem hinteren Bein. Bei dieser Kihoneinheit wurde dem ein oder anderen schon bei der Erwärmung (sehr viele Bodenrollen) recht schwindlig, aber auch die Kombinationen selbst waren geprägt von sehr vielen Drehungen. Nach anstrengenden zwei einhalb Stunden gab es ein kurzes Mittag und danach ging es gleich weiter in die Schwimmhalle. Die anstrengendste Übung hier war meines Erachtens die Badewannenschwimmübung, bei der wir eine Runde um den Pool in der Badewannenhaltung (Beine und Oberkörper sind im rechten Winkel zueinander) schwimmen mussten. Wer dabei keinen Muskelkater im Hals bekommen hat, hat entweder geschummelt oder heimlich geübt! Nach einer weiteren Basketball und Fußballeinheit kam das Katatraining, das speziell auf unsere Prüflinge ausgelegt war. Hier wurden die Heian Godan, die Bassai dai, die Enpi und die Jion und das dazugehörige Bunkai behandelt. Für unseren Anfänger Norman gab es quasi Einzelunterricht mit Schwerpunkt auf Zenkutsudachi, Gedanbarai und Oizuki. Für den Abend wurde dann wie jedes Jahr die Sauna gemietet, und man konnte die Muskeln bei ca. 90°C wieder richtig entspannen. Während Carsta und ich beinahe in dem Ruheraum einschliefen, gab es für die Männer einen Aufguss der es wirklich in sich hatte und alle nach dem Saunagang als halbe Krebse aus der Sauna kamen. Trotz des anstrengenden Tages trafen wir uns alle wieder im Fuchsbau um bis nach Mitternacht „Nobody is perfect“ zu spielen. Hier war der Fantasie keine Grenzen gesetzt und jeder konnte mal so richtig kreativ sein.

Auch der Sonntag begann mit einem wunderschönen, aber sehr kalten Sonnenaufgang. Nachdem das Frühstück für den ein oder anderen doch etwas kleiner ausfiel, damit sich der Magen nicht gleich in der ersten Einheit wieder umdreht, ging es zum Kumitetraining, bei dem man ausprobieren konnte, ob man das mit dem Druck aus dem hinteren Bein auch wirklich verinnerlicht hatte. Wir steigerten uns langsam vom Jion ippon Kumite zum Freikampf/Randori und schlossen die Einheit mit einem Knorkeltraining ab. Am Ende waren die Matten so nass, als ob gerade gewischt worden wäre, und alle waren kaputt und (hoffentlich) zufrieden durchgehalten zu haben. Bei dieser Einheit hat es mir am meisten Spaß gemacht Fotos zu schießen. Ihr könnt also gespannt sein, welche dann im Internet landen J. Nach einem Gruppenfoto, ging es zum letzten Mittag und das Wochenende wurde danach noch mit einer Fußball- und Volleyballeinheit abgeschlossen.

Alles in allem war es wieder ein sehr ereignisreiches, anstrengendes aber lustiges Wochenende und läßt sich eigentlich gut mit einem Zitat von Marko beschreiben: „Jitoku-Do, ein Leben an der Extreme“

Eure Claudi