| Weihnachtsrandori 2011 |
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Weihnachtsrandori – Geben ist seliger denn nehmen
Jede Familie hat ihre eigenen Traditionen, wenn es um die Gestaltung des Weihnachtsfests geht. So auch die Jitoku-Do-Familie! Während andere den 24. Dezember mit dem Kauf letzter Geschenke beginnen und danach sehnsüchtig auf das erste Festmahl warten, stehen die Jitoku – Ka aus Halle mal wieder im Dojo. Gemeinsam mit Freunden anderer Stilrichtungen zelebrieren sie das Weihnachtsrandori (in diesem Jahr bereits zum 14. mal). Da sich der ein oder andere Neuling im Verein vielleicht nur wenig darunter vorstellen mag, soll das besinnliche Spektakel kurz beschrieben werden. Das Weihnachtsrandori fängt mental schon im Spätherbst an, wenn grinsend von kleineren Blessuren und Schmerzen aus dem letzten Jahr berichtet wird: „Davon hast du noch das ganze Fest etwas!“, lautet so mancher Versuch das Ganze schmackhaft zu machen. Je näher das Weihnachtsrandori rückt, umso herzlicher und doppeldeutiger werden die Ankündigungen. „Wir treffen uns beim Weihnachtsrandori.“, endet so manches Gespräch augenzwinkernd. Mit diesen ersten Eindrücken war ich fest entschlossen, trotz zittriger Knie, dass diesjährige Weihnachtsfest im Dojo zu beginnen und mir einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Da Weihnachten auch in diesem Jahr wieder auf den 24. Dezember fiel, fanden sich an diesem Tag um 9:00Uhr 13 Kampfkünstler in unserem Dojo ein, um das Fest einzuläuten. Für Außenstehende nur schwer einordbar, ist der subtile Humor der Jitoku-Ka. Das braucht ein wenig Übung. Daher vermied es Basti, die Weihnachtsmaxime „Geben ist seliger denn nehmen“ einfach so im Raum stehen zu lassen. Sehr freundlich wies er darauf hin, dass mit Marko und mir auch zwei „blutige Anfänger“ anwesend seien und doch niemand mit Verletzungen das Fest verbringen möchte. Oh, da fiel zumindest mir ein Stein vom Herzen. Die nächsten drei Stunden bezeugten erneut, dass ich bezüglich der Ironie noch einiges zu lernen hatte. Innerhalb von drei Runden kämpfte jeder gegen jeden zwischen drei bis einer Minute. Nach jedem Kampf wurde eine aktive Pause in Form von Liegestützen (ü300), Kniebeugen (ü300) und Sit-ups (ü600) eingelegt. Jeder der drei Durchgänge wurde durch Kraftübungen wie Bankdrücken (300) und "Medizinball-Kräftigungsübungen“ (ü400) ergänzt. Der Schweiß rann, die Fenster liefen an und auch der Boden wurde immer rutschiger. Nach 2 ½ Stunden wurden die Zukis zur Qual, doch von Verletzungen keine Spur! Die Trainingspartner achteten sehr aufeinander und von den Teilnehmern sowie den Gästen anderer Stilrichtungen konnte auch einiges über das Kämpfen gelernt werden. Eine Besonderheit des Weihnachtsrandoris ist dabei der Kampf zur Musik ("Kampf-Mucke"). Das macht nicht nur Spaß, sondern setzt auch zusätzliche Energie frei! Es kann somit festgehalten werden, dass man die Vorankündigungen hinsichtlich des Weihnachtsrandoris nicht als Abschreckung, sondern als Motivation sehen sollte. Es sei hiermit eine klare Empfehlung ausgesprochen, das Fest im nächsten Jahr mit diesem ganz besonderen Vereinshighlight beginnen zu lassen. Carsta
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