10 Jahre Jitoku-Do (2012) PDF Drucken E-Mail

Vor genau 10 Jahren wurde in einer kleinen Runde unser Verein gegründet. Eine kleine Exkursion in die Gründungsgeschichte war somit Auftakt unserer 10 Jahresfeier. Gemeinsam trafen sich die Jitoku-Ka in der Klosterschule am 21.04.2012 um diesen Anlass gebührend zu feiern. Los ging es in Jitoku-Do-typischer Manier mit einer einstündigen Basketballspielchen. Anschließend wurde dann in weitere 3 Trainingsstunden Karate und Kobudo übergeleitet. Hier stand die "Kanku" mit Bunkai im Mittelpunkt. Obwohl die Kata übersetzt so viel wie „Himmelsschau“ (Lautbedeutung auch: Gleichgewicht empfinden, China bewachen) bedeutet, erschlossen sich doch die Bedeutungsmöglichkeiten erst im Bunkai. Da bei den meisten Kombinationen das Gleichgewicht des Gegner gebrochen wurde und dieser dann ständig zu Fall gebracht wurden, hatte er dann ständig die Möglichkeit in den Himmel zu schauen J. Das Bunkai enthielt die wichtigsten Aspekte der Kata verpackt in 5x3 Kombinationen: offene Hände, Nahkampf mit stapelnden Händen, Verhaltensweisen (Go-no-Sen, Sen-no-Sen…), Handgelenksgriffbefreiungen und Drehungen. Nach einem kleinen Ausflug in die Maezato-no-Tekko aus dem Ryu-Kyu-Kobudo-Tesshinkan war die Zeit auch schon wieder rum und unser „Mehrkampf“ stand an.

Die ersten zwei Disziplinen wurden noch in der Halle durchgeführt. Dabei lag Norman ganz klar beim „Kletterstange“ hochhangeln vorn (1.Disziplin) und Stefan gewann souverän den Contest an der Klimmzugstange (2. Disziplin).

Dann hieß es erstmal picknicken im Heidebad, wobei jeder eigentlich im Hinterkopf behalten sollte, nicht zuviel zu essen, da ja noch einige Wettkämpfe anstanden. Aber bei den vielen leckeren Sachen die alle mitbrachten, war das gar nicht so einfach. Da allerdings der nächste Kampf ein „Sprintwettbewerb“ (3. Disziplin) war, war ein nicht ganz so voller Bauch durchaus von Vorteil.

Gleich in Anschluss ging es weiter zum „Gladiatorenkampf“ (4. Diziplin). Die Arena war schnell gefunden und Jürgen teilte uns die Spielregeln mit. Ziel war es das Tuch oder den Gürtel des Gegners, welcher hinten an der Hose befestigt war, zu fangen. Sieger war in diesem Fall ganz klar Team 1 mit Basti, Jürgen, Stefan, Hjördis und Uwe. Die 5.Disziplin war das „Armdrücken“ folgte nach einer kleinen Stärkungspause und auf persönliche Anregung von Kiki hin. Auch hier gewann Team 1 souverän, obwohl Team 2 wirklich alles gegeben hatte. Am interessantesten war wohl die Begegnung Basti gegen Dennis. Beide saßen komplett ruhig da und keiner hatte eine Miene verzogen, so dass es wirklich schwer auszumachen war, wer sich jetzt wie viel anstrengt, nur am Niedersinken von Dennis` Arm, war auszumachen, wer leichte Vorteile hatte und den Kampf dann auch für sich entschied. Auch Uwe zeigte keine Anzeichen von Kraftanstrengung und das obwohl er von einer für ihn sehr ungünstigen Position aus anfangen musste (da sein Gegner Sophia war und schon rein massenmäßig unterlegen hätte, hatten wir die Startposition zugunsten Sophia geändert, was aber leider nix am Resultat geändert hatte - Schade).

Bei der 6. Disziplin ging es dann zum „Standweitsprung“, bei der Norman wieder die Nase vorn hatte. Die in meinen Augen schwierigsten Disziplin waren der „Pendellauf“ (7.) und der "Schubkarrenlauf" (8.). Nachdem man sich 8x mit Kopf nach unten um einen Stock gedreht hatte, bestand die eigentliche Herausforderung beim Pendellauf darin, geradeaus um eine Wendemarkierung und dann wieder zurück zulaufen. Da der Gleichgewichtssinn aber bei allen mehr als nur etwas durcheinander gebracht wurde, führte dass unter anderem dazu, dass Kiki beinahe ein unfreiwilliges Bad nahm, der ein oder anderer erstmal auf dem Boden landetet, bevor man wieder Herr seiner Füße und Sinne war und überhaupt viel Umweg in Kauf genommen werden musste, weil man zwar geradeaus gehen wollte, aber meistens einen Rechts- oder Linksschlag hatte. Am beeindruckensten fand ich die Methode von Dennis. Obwohl man ihm sehr deutlich ansah, dass sich alles um ihn herum drehte, ist er mit einer Seelenruhe gerade auf das Ziel gelaufen und wieder zurück. Respekt! Im Schubkarrenlauf kam es dann eher wieder auf konditionelle Fähigkeiten: Stütz- und Rumpfkraft sowie Kurzzeitausdauer an. Auch hier hatte das Team um Hjördis, Stefan, Jürgen, Basti und Uwe die Nase weit vorn und holten sich sicher und verdient den Sieg sowie die Gesamtpunktzahl!

9. Disziplin: „Crossgolf“ hierbei ging es (für alle neu und ungewohnt) darum einen Golfball mittels Golfschläger (in diesem Fall ein 7-er Eisen) zu einem vorher im Gelände bestimmten Punkt („Grün“) zu bewegen mit so wenig Schlägen wie möglich! Es klingt nicht nur sehr interessant, es war es auch! Spektakuläre Abschläge, Matrix-Moves und so einige Abpraller von Bäumen sowie Zauberei mit dem Ball (1 Schlag, 1 Zisch, ein Blubb und weg war der Ball) sorgten auch hier für heitere und spannende Augenblicke! Hier hatten Basti und Hjördis die Nase ganz weit vorne und benötigten die wenigsten Schläge zum Ziel. Nach einer weiteren Essenspause starteten wir zur gemeinsamen abschließenden 10. Disziplin, dem „Geocache“. „Alles SK oder was“ hieß das Motto: Kreuzworträtsel lösen, Koordinaten finden und ins GPS eingeben und gute 2,5 km laufen, bis hin zum „Schatz“. Und wie sollte es anders sein, waren wir exakt um 19.00 Uhr, also nach 10h Training zum 10-jährigen Geburtstag am Ziel des Chaches und trugen uns ins Log-Buch ein, als ob es geplant gewesen wäre – einfach traumhaft!

Alles in allem kann man sagen, dass es eine Jitoku-Do-würdige Geburtstagsfeier war und es mir wirklich sehr viel Spaß gemacht hat. Das Training war super, der Wettkampf wirklich lustig, das Essen sehr lecker und wir hatten richtig Glück mit dem Wetter. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an alle Mitwirkenden für den gelungenen Tag und herzlichen Glückwunsch an die Sieger beim „Mehrkampf“ (1.Platz: Stefan – Gratulation, 2 Punkte Differenz zu Basti und Jürgen auf Platz 2, 3.Platz: Hjördis –Respekt!).

eure Claudia