12-Stunden-Training 2010 PDF Drucken E-Mail

Jeder Karateka kennt das gute Gefühl bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und recht angenehmen Temperaturen, vor Sonnenbrand und anderen bösartigen Umwelteinflüssen gut geschützt im Dojo zu stehen, zu trainieren um auf seinem persönlichen Karate-Do vorwärts zu kommen!

Dieses gute Gefühl hatten die Teilnehmer des mittlerweile 8. 12-Stunden-Trainings am 05.06.2010! Im europäischen Jahr „gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ rief der Jitoku-Do Halle e.V. alle Interessierten auf für einen guten Zweck zu schwitzen und sich für kommende Trainingsstunden inspirieren zu lassen. Unter dem Motto: „gemeinsam weiter!“ kamen wieder 12 ereignisreiche Trainingsstunden (08.00-20.00) zusammen.

Kurz nach dem „Aufwachen“ mit Übungen zur Körperwahrnehmung und Konzentrationsfähigkeit, hieß es dann auch schon sich an andere Personen, Partner bzw. Gruppen motorisch und unter sozialen Aspekten anzupassen. In der danach folgenden „Basketball in Variation“ – Einheit konnte man dann teamorientiert die Seele spielerisch baumeln lassen, bevor es „gemeinsam zum Erfolg“ ging. Wiederum teamweise wurde durch kleine Spiele bewiesen, dass in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist stecken kann! Die „Fehleranalyse - Kooperation innerhalb des Trainingsalltags“ öffnete so manchem Teilnehmer Augen und Ohren um in zukünftigen Trainingseinheiten besser auf sich und andere zu achten und helfen zu können. Doch in einer Gemeinschaft gibt es auch manchmal Menschen mit handicaps. Das eine Behinderung nicht gleich ein Hindernis sein muss, wurde im Nachgang erörtert. Wie ist es Karate und Bewegung ohne den Sehsinn umzusetzen? Auch im Rollstuhl-Karate konnte sich ausprobiert werden. Sich blind oder an einen Rollstuhl gebunden verteidigen zu müssen, aber auch zu können – für viele eine neue und aufregende Erfahrung! Gemeinsam siegend im Sinne von Kooperation und Kommunikation in Kleingruppen und Teams, wurden dann auch Parallelen zwischen „GO und den Kampfkünsten“ beleuchtet und in einer Partie vertieft. Doch auch Bewegungsmuster anderer Stilrichtungen wurden trainiert. So wurde die Shito-Ryu-Kata „Nipaipo“ knackig und Vorkenntnisse voraussetzend gelaufen und analysiert wie man die Kata-Techniken nutzbringend in die eigene Verteidigung einbeziehen kann. Nach weiteren zwei intensiven Trainingsstunden in denen die „8 Trigramme“ sowie „Kata-Variationen“ in Spielform umgesetzt wurden (ich erinnere hier gerne an „Bienen-Kata“ und „Walzwerk“), stand die letzte Einheit „Stress und Stressbewältigung“ als Anstrengungshöhepunkt etwas hinderlich vor dem wohlverdienten „Mondo“!

Gemütlich, ruhig und lecker bei schmackhaftem Gegrilltem, einem netten Gespräch und dem besten „Sportgetränk der Welt“ wurde dann der Trainingstag beendet. Alle Teilnehmer waren begeistert und freuen sich bereits auf das kommende Jahr, wenn es wieder heißt 12 Stunden trainierend hinter sich zu bringen!